Lernen mit Profil

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Ständiges und vor allem vernetztes Lernen ­sowie eine entsprechende Lernumgebung spielen bei der Weiterbildung eine wichtige Rolle. Nach dem Umzug von Rüti nach Eschenbach (SG) ist es der Gebäudeinformatik- und Elektro-Fachschule E-Profi Education gelungen, beiden Aspekten noch mehr Gewicht zu verleihen.

Beim Lernen ist der zur Lösung führende Prozess genauso wichtig wie die Lösung selbst. Dabei fördert das Arbeiten in Teams von zwei bis sechs Personen diesen Prozess. Durch Team-Building und den gegenseitigen Austausch unter den Studierenden werden Problemstellungen auf unterschiedliche Weise beleuchtet und angegangen. Die Dozierenden werden mehrheitlich zu Coaches, welche die Studierenden beim ­Lernen begleiten. Gepaart mit praxisorientierten Arbeiten an Modellen wird vernetztes Lernen gefördert, was in eindeutig besseren Prüfungsergebnissen resultiert. Wie man sich erfolgreich zum bzw. zur Sicherheitsberater/-in, Elektro-Projektleiter/-in und Elektroinstallateur/-in weiterbilden kann, wird im Folgenden vorgestellt.

Sicherheitsberater/-in in der Ausbildung
Mit dem Start in die Weiterbildung Sicherheitsberater/-in kommen die Grundlagen aus der Berufslehre wieder zum Zug und werden in Lernposten aufgefrischt und vertieft. Der ­Bezug zur Praxis ist auch an einer Schulungsstätte gegeben, zum Beispiel bei der Erdungsmessung. Gerade für jene, die im beruflichen Umfeld nur selten die Möglichkeit bekommen, das theoretisch Gelernte in der Praxis umzusetzen, ist dies enorm wichtig. Das Kennen und Bedienen der Messgeräte, welche in der Praxis respektive an der VSEI-Prüfung zum Einsatz kommen, ist eine weitere Voraussetzung. Angefangen bei den Bedienungsanleitungen bis zur Anwendung und der Interpretation der Messergebnisse. Ob dann alles verstanden ist und auch unter Prüfungsdruck abrufbereit ist, wird im Profi-Modul und neu an ausgewählten Samstagen unter anderem an den VSEI-Messmodellen geprüft und benotet. Mit allem Wissen ausgerüstet und bereits mehrere prüfungsähnliche Situationen bei der E-Profi Education durchlebt, geht es an die VSEI-Prüfung.

Elektro-Projektleiter/-in in der Ausbildung
Für angehende Projektleiter/-innen gilt es zuerst die theoretischen Grundlagen aufzuarbeiten. In Technikparcours werden diese dann fürs spätere Projektieren in Lernteams er­arbeitet und vertieft. Der Dozent steht dabei als Coach ­zur Seite. Höchste Aufmerksamkeit ist gefragt, wenn Spe­zialisten aus den Bereichen Haushaltsgeräte oder Gebäude­automation (KNX) praxisbezogen dozieren. Beides sind Themen, welche angehende Projektleiter/-innen im Alltag weniger antreffen.

Zum Einstieg in die Planung (PLA) erstellen die Studierenden nach der Schulprüfung Teilprojekte respektive Vorprojekte. Danach erfolgt die Vorbereitung auf die Kalkulation (KAL) und die Planung (PLA). Dazu gehören an der VSEI-Prüfung auch die mündlichen Fachgespräche mit den VSEI-Experten. Mit allem Wissen ausgerüstet und bereits mehrere prüfungsähnliche Situationen mündlich wie schriftlich durchlebt, geht es an die VSEI-Prüfung.

Eidg. dipl. Elektro-Installateur/-in in der Ausbildung
Mit dem Antritt zur Meisterausbildung wird nochmals viel Wissen vermittelt, wobei die angewandten Ausbildungs­methoden auf möglichst wenig Frontalunterricht setzen. Die Studierenden erleben möglichst oft die Situation von mündlichen und schriftlichen Prüfungen. Das theoretische Wissen wird in Workshops – im Team oder in Einzelarbeit – von den Studierenden selbst erarbeitet. Unterstützend wirken einerseits die Dozierenden als Coaches sowie andererseits die zahlreichen Modelle, an denen das vernetzte Denken gefördert wird. Die Studierenden lernen, unter Zeitdruck komplexe Projekte aus dem Bereich Industrie, ­Gewerbe und Privatbauten zu erarbeiten und zu dokumentieren.

Die Präsentation der eigenen Arbeiten vor dem versammelten Plenum bereitet die angehenden eidg. dipl. Elektroinstallateure und -installateurinnen auf die zukünftige Rolle als Bauherrenberatende vor. ­Anhand von vorbereiteten Übungen analysieren die Studierenden verschiedene Projekte in technischer und betriebswirtschaftlicher Hinsicht, suchen Verbesserungspotenzial und erarbeiten Empfehlungen für die Optimierung des jeweiligen Projekts. Um diese Übungssituationen so realistisch wie möglich zu gestalten, präsentieren die Studierenden die ge­fundenen Lösungen ihren Dozierenden und Mitstudierenden. Nach der Eidgenössischen Prüfung trifft man sich bei E-Profi Education noch einmal zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch, dem Profi-Update. Die besten Leistungen werden von der E-Profi Education geehrt.

 

Text: E-Profi Education, www.e-profi.ch, eco2friendly-Magazin Ausgabe 17

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