Der clevere Antrieb zum Eigenverbrauch

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Sogenannte Device Bots sind kleine «Software-Roboter», welche mit ihren Nutzern interagieren und ihnen individualisierte Vorschläge zur optimalen Anwendung unterbreiten. Nun gibt es einen Bot für solarstromgespeiste Ladesäulen für Elektroautos, um das vorausschauende Lademanagement zu unterstützen.

Für alle E-Mobil-Besitzer, die über eine eigene Solaranlage auf dem Dach ihres Hauses oder Carports verfügen, ist ein intelligentes, eigenverbrauchsoptimiertes Lademanagement aus verschiedenen Gründen sinnvoll. Denn neben dem energiewirtschaftlichen Nutzen und dem Lastausgleich durch den effizienten Umgang mit der Energie bei schwankender Produktion ist vor allem der finanzielle Aspekt interessant: Anstatt den selbst produzierten Ökostrom ins Versorgungsnetz einzuspeisen und den Strom zum «Tanken» wieder einem Energieversorgungsunternehmen abzukaufen, ist es für Elektroautobesitzer mit eigener Solaranlage wirtschaftlicher, ihr Elektrofahrzeug so weit wie möglich mit selbst erzeugtem Sonnenstrom zu betreiben. Und das ist jetzt noch einfacher, denn mithilfe des Ladesäulen-Bots passt die Säule den Ladevorgang so an, dass bevorzugt der Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage genutzt wird. Zur Erstellung eines optimierten Ladeplans kommuniziert der Bot mit den Smartmetern bezüglich der Höhe des Stromverbrauchs sowie der Stromproduktion und nutzt zusätzliche Services zur Stromproduktionsvorhersage. Fahrer und Bot ihrerseits treten beispielsweise über einen Chatdienst wie «Telegram» miteinander in den Dialog: Der Bot erkundigt sich nach dem aktuellen Ladestand der Batterie, dem gewünschten Akkustand und nach dem Zeitpunkt, zu dem das Elektroauto wieder gebraucht wird. Auf der Basis dieser Informationen entscheidet der Ladesäulen-Bot, wann der Ladevorgang starten und von wo her der Strom bezogen werden soll, um einen optimalen Mix aus Sonnen- und Netzstrom zu erreichen. Die jeweiligen Parameter werden dabei permanent auf neue Erkenntnisse angepasst.

Device Bots: intelligente Helfer im Alltag
Device Bots sind kleine, cloudbasierte Programme, die überall dort zum Einsatz kommen, wo zusätzliche künstliche Intelligenz den Gerätenutzen erhöht. So ermöglichen es die bereits entwickelten Device Bots elektrisch betriebenen Jalousien oder selbstlüftenden Fenstern, sich selbstständig den Gegebenheiten der Raumnutzung anzupassen. Oder ein Device Bot versetzt den smarten Wasserkocher in die Lage, sich die Getränkevorlieben seiner Nutzer zu merken und das Wasser auf die jeweils individuell bevorzugten Temperaturen zu erhitzen. Die Device Bots von digitalSTROM werden auf Grundlage der Microsoft Bot Framework Technology für verschiedene Gerätegattungen entwickelt und können durch Zugriff auf internetbasierte kognitive Services und . Datenbanken ein erweitertes und kontextrelevantes Wissen erlangen. Beliebigen Geräten ist es so möglich, mithilfe der smarten, cloudbasierten Algorithmen eigenständig aus dem Nutzerverhalten zu lernen. Zum Beispiel wann und in welchen Situationen ein Gerät aktiviert wird – um sich auf dieser Grundlage an persönliche Vorlieben oder Situationen im Haus anzupassen. Zur Präzisierung der auszuführenden Aktionen ist es den Geräten beziehungsweise ihren Bots möglich, mit ihren Benutzern in Dialog zu treten – sowohl per Chatdienst wie zum Beispiel «Telegram» als auch per Sprachein- oder -ausgabe über das Handy.

Energieeffizienz am Beispiel Tesla
Auf der vergangenen IFA präsentierte digitalSTROM einen ersten Prototypen des Bots am Beispiel eines Tesla, der sich aufgrund seiner grossen Batteriekapazität besonders für diese Anwendung eignet. «Weil wir Ladesäulen mit unseren Device Bots eine eigene Intelligenz geben, kann ein Kunde einen Tesla zu Hause optimal mit dem selbst produzierten Strom laden», erklärt digitalSTROM-CEO Martin Vesper. «Dadurch leistet er einen echten Beitrag zum Umweltschutz und zur nachhaltigen Nutzung von Energie. Gleichzeitig schont die Anwendung den Geldbeutel, weil der Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage günstiger produziert wird. So kann mit intelligenten Lösungen ein Beitrag zu mehr Energieeffizienz geleistet werden.»

 

Text: digitalSTROM AG, www.digitalstrom.ch, eco2friendly-Magazin Ausgabe 16

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