eco2friendly-DAY’18: Kooperation mit Zukunft

Erfrischende Inspirationen, neue Perspektiven, aber ebenso praktische Lösungen sowie die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen und bestehende zu pflegen – das erwarten die Gäste jeweils vom eco2friendly-Day. Und sie sind auch dieses Jahr nicht enttäuscht worden.


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eco2friendly-DAY'18
Bildquelle: Debora Eliyo-Zeyrek l www.diamondphoto.ch
Die Bilder dürfen nach Absprache mit der Firma Otto Fischer verwendet werden

 

Es war dem Grossteil der gut 500 Besucherinnen und Besucher an den Gesichtern abzulesen, als sie gegen 17 Uhr aus dem KKL in Luzern strömten: Der eco2friendly-Day hat viele positive Eindrücke hinterlassen. Wahrscheinlich je nach Geschmack und Interesse ganz verschiedene. Aber trotz der vielfältigen Programmpunkte hatten sie alle mit den Themengebieten (Energie-)Effizienz und Kooperation zu tun. Ganz entsprechend lautete auch das Motto «Natürlich vernetzt». «Es war uns ein Anliegen, am eco2friendly-Day aufzuzeigen, dass Energieeffizienz und Kooperation eng zusammenhängen – und dass sie gewinnbringend miteinander verbunden werden können», erläutert Pascal Grolimund, welcher als Moderator durch das Event geführt hat, den Grundgedanken des diesjährigen Anlasses etwas genauer.

Der Vormittag macht’s vor

Die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen, hat sich den Gästen schon vor dem offiziellen Beginn bei Kaffee und Croissants im stilvollen Foyer des KKL geboten, bevor dann Claudio Zuccolini mit einer kleinen Comedy-Einlage den offiziellen Teil eröffnete. Im ersten Referat dieses eher praktisch ausgerichteten Vormittags berichtete dann Thomas Jud vom BFE dann darüber, wie die Ziele der Energiestrategie 2050 erreicht werden sollen – nämlich unter anderem, indem Einzelgebäude in Interaktion mit anderen Bauten, ganzen Arealen oder Städten Energie auszutauschen.

Ebenfalls um Interaktion drehte sich der Beitrag von ETH-Professorin Prof. Dr. Daniela Hug. Denn wird Strom lediglich aus umweltschonenden Quellen hergestellt, kann es schwierig sein, jederzeit eine ausreichende Bandenergie zu gewährleisten. Die Lösung für dieses Problem besteht in einer cleveren Frequenzmodulierung bei den Verbrauchern, mit der Gebäude auf diversen Ebenen interagieren und zu sogenannten Prosumenten (zusammengesetzt Produzenten und Konsumenten) werden.

Genau an solchen Gebäuden forscht Dr. Peter Richner, der stellvertretende Leiter der Empa. Und zwar im sogenannten NEST. Dies ist quasi ein Kern, in welchen Gebäudeteile eingefügt werden können – ähnlich, wie bei einem Setzkasten. Diese Gebäudeteile, momentan beispielsweise ein Fitness- und Wellnesspark, werden dann so konzipiert, dass sie möglichst wenig Energie benötigen, ohne deswegen Komforteinbussen nach sich zu ziehen. Zwei ganz konkrete Lösungsvorschläge hat dann Dipl. Ing. Volker Mau von Holzer Kobler Architekturen dem Publikum vorgestellt. Und damit zwei inspirierende architektonische Beispiele dafür gezeigt, wie Funktionalität und Ästhetik sowie ein genügsamer Umgang mit Ressourcen und das moderne Wohnen vereint werden. Aufschlussreich diesbezüglich war auch das anschliessende Interview, in dem ein Bauherr sowie der von ihm beauftragte Elektriker (Micheal Halef von der Coma Elektro GmbH) Auskunft darüber gegeben haben, wie sie bei ihrem Projekt dank modernster Gebäudeautomation sowohl den Komfort wie auch die Energieeffizienz erhöht haben. Als Beweis dafür, dass es sich lohnt, als Elektriker auf dem neusten Stand zu sein.

Kooperation statt Konfrontation

Der Nachmittag des eco2friendly-Days war dann thematisch etwas breiter gefasst und startete wiederum mit einem Showblock von Claudio Zuccolini, welcher damit einen Publikumserfolg am eco2friendly-Day verbuchen konnte. Im wahrsten Sinn äusserst erfolgreich ging es dann auch gleich weiter – indem die amtierenden Schweizer Welt- und Europameister im Bereich Elektroinstallationen sowie einer ihrer Coaches interviewt worden sind. Wobei sich herausgestellt hat, dass über kurz oder lang an einer klugen Gebäudeautomation kein Vorbeikommen mehr ist. Ebenfalls von perfekt abgestimmter Kooperation handelte dann das faszinierende Referat von Ing. Dr. Erwin Thoma. Allerdings von einer ganz natürlichen. Denn er hat aufgezeigt, wie Bäume mit ihrem Umfeld interagieren, statt in eine Konkurrenzsituation zu treten, und so eine perfekte Kreislaufwirtschaft betreiben. Ganz ohne Abfall, dafür mit der Produktion von Holz als so natürlichem wie vielfältigem und verlässlichem Werkstoff.

Wie schädlich es für beide Seiten ist, sich feindlich gegenüberzustehen, dies thematisierte dann Dr. Daniele Ganser. Und zwar anhand des Kampfes um die endliche Ressource Erdöl, welche nicht nur enorme Umweltschäden, sondern darüber hinaus noch bewaffnete Konflikte um das sogenannte Schwarze Gold verursacht. Konflikte, welche vermeidbar wären, wenn vermehrt erneuerbare Energien zum Einsatz kämen. Vom Vermeiden von Konflikten sprach dann auch Ruedi Zahner, der erfolgreiche Coach von Fussballtrainern. Schliesslich weiss er ganz genau, wie Teams funktionieren – und wie sie dazu animiert werden, gerne gemeinsam auf ein Ziel hinzuarbeiten. Einige seiner Erkenntnisse hat er deshalb im Rahmen seines unterhaltsamen Referats den Gästen mit auf den Heimweg gegeben. Auf den Heimweg darum, weil sein Beitrag den Abschluss dieses äusserst kurzweiligen eco2friendly-Days gebildet hat. Ein Tag, welcher nicht nur viele neue Impulse geben konnte bezüglich des energieeffizienten Bauens und Lebens, sondern auch aufgezeigt hat, wie wichtig gute Kooperation ist – auch und vor allem in unserer Branche. Und der durch die gelungene Kombination aus Fachbeiträgen, neuen Denkansätzen und Unterhaltung überzeugen konnte. «Bis zum nächsten Mal», war deshalb auch der meistgehörte Satz am Ende des eco2friendly-Days.

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